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Seychellen

"DER LIEBE GOTT MUSS EINEN KREATIVEN TAG GEHABT HABEN"

Keine Insel gleicht der anderen.
Auf jeder gibt es was besonderes.

Man ist beindruckt von der Vielfalt an Formen und Farben, von der Dichte und größe der Bäume und Sträucher. Bizarre Klippen aus purem Granit türmen sich, wie bei der Hauptinsel Mahe bis zu 900 Meter über dem Meeresspiegel.
Um die kleinen, zauberhaften Buchten mit schneeweißem Korallensand und den glatt geschliffenen Granitfelsen zu entdecken, die Coco de Mer, die Seychellennuß und die Riesenschildkröten zu sehen, sollte man unbedingt 2 Wochen Urlaub dafür einplanen.

Wir flogen diesesJahr Ende Mai von Frankfurt aus mit der Condor nach Mahe, da sowohl der Hin- wie Rückflug Nachts erfolgte und uns somit einen streßfreien Urlaubsbeginn mit unserem 4 jahre alten Sohn ermöglichte.
Gewohnt hatten wir auf der Privatinsel St.Anne, ca.10 Bootsminuten entfernt von Mahe. Das einzige Hotelresort auf der Insel mit seinen geräumigen Privathäusern liegt optimal gelegen in einem wunderschönen Park oder in unmittelbarer Beachnähe.
Aktuell unter französischer Leitung gibt es ein wenig Nachholbedarf in punkto Service. Wie auch bei allen französichen Destinationen weltweit bleiben doch die einen oder anderen Wünsche offen, speziell wenn man dieses von Asien gewohnt ist.
Dazu muß man aber auch erwähnt werden daß der aktuelle Qualitätsstandard nur durch gut geschultes Personal aus Mauritius aufrecht erhalten wird, die die Einschulungen der einheimischen Mitarbeiter vor Ort übernommen haben.

Als Empfehlung kann man getrost das italienische Restaurant empfehlen welches sowohl in punkto Essen wie Weinauswahl dem Qualitätsstandard bestens entsprach.
Auch sehr positiv fanden wir den in zentraler lage gelegenen Kindergarten. Obwohl kaum Familien zu der zeit urlaubten war es für unseren Sohn ein riesen Spaß.
Bestens ausgestattet und geführt und durch viele verschiedene interessante Programme und kostenlosen Ausflügen attraktiv gemacht konnten wir uns mal für ein paar Stunden der Zweisamkeit bei einem schönen Dinner oder beim Segeln widmen.

Zu empfehlen ist noch auf der Insel, die nicht zu umrunden, ist eine 1-stündige Wanderung zu einem einsamen Traumstrand mit den typischen Granitfelsen.

Wie bereits erwähnt sollte man sich unbedingt die beiden Nachbarinseln Pralin und Ladique ansehen. Sie können beide Inseln in einem Tag schaffen was auch kostengünstiger ist.
Will man aber die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Ruhe besichtigen soll man 2 Tage dafür einplanen. Wir hatten leider eine ruppige Überfahrt mit dem Schnellboot was den Spaß ein wenig hemmte.
Nach einem Umstieg auf einen kleine Kutter borgten wir uns auf Ladique Mountainbikes am Hafen aus um die Insel zu erkunden.
Die Räder entsprachen nur dem Namen nach Fahrräder, aber es ist absolut lustig wenn sie dort angekommen und die "Verleihstationen" bzw.die "noch fahrtauglichen Geräte " sehen.
Nutzen Sie den ganzen Tag und Radeln sie neben einer Fahrt auf die andere Seite (mit leichtem anstieg) zeitgerecht (wenn möglich bei ebbe) zum Traumstrand ….. und kombinieren sie dies mit einem Picknick oder Badeaufenthalt.

In der Hoffnung daß sie genügend Filmaterial zur Verfügung haben, denn so viele Strandmotive mit den weltberühmten Granitfelsen werden sie nicht noch einmal finden. Auch die Ochsenwagen und Riesenschildkröten geben wunderschöne Motive ab.
Ein Muss ist unbedingt auch ein Besuch des Nationalparks auf Pralin wo sie die einzigartige Fauna und die nur auf dieser Insel wachsende Coco de Mer sehen können.

Auf der Hauptinsel Mahe ist eine Rundreise mit einem Leihwagen empfehlenswert.
Besuchen sie am Vormittag den Fischmarkt und das rege Treiben rundherum. Ein abstecher zu einem Indischen Guru lohnt sich.
Sein Haus (aus Wellbleh) finden sie ca.100 Meter vom Markteingang direkt an der Ecke zur Hauptstrasse. Erzählen sie ihm von Österreich und fragen sie ihn zu ihren Wehwehchen. Er wird ihnen Gehör schenken und sie kostenlos beraten.
Der über 85 jährige, der eine Import/Exportfirma offiziell führt, hat schon Mutter Theresa, Prinz Charles und Bush Senior "verarztet" und zeigt ihnen gerne seine Veröffentlichungen weltweit in diversen Medien.

Fahren sie dann runter in den Süden und stoppen sie auf einen Lunch im Banyan Tree Hotel.
Zurück nehmen sie die Hochstrasse nach Mahe Stadt.

Resumee:
Nicht billig, noch ein wenig elitär, die Outer-Islands sind traumhaft!
Geniessen sie noch ein Stück Paradies bevor die Tore zum Massentourismus geöffnet werden.

Ideal auch zum Inselhüpfen für Hochzeitsreisende!