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KANUHURA ...the wonders that lie ahead...

KANUHURA RESORT&SPA - the wonders that lie ahead

Wir sind mit Emirates über Dubai nach Male geflogen.
Auch wenn es durch den Aufenthalt in Dubai länger als bei einem Direktflug gedauert hat, ist das die aktuell beste Fluglinie nach Male.
Neue Flugzeuge, sehr gutes Unterhaltungsprogramm (kleine Bildschirme in den Sitzen integriert) und für die Economy ein wirklich gutes Essen.

In Male angekommen brauchten wir uns um unser Gepäck nicht mehr kümmern. Es wurden einem alle Koffer abgenommen und alle Formalitäten erledigt, man nahm Platz in der gekühlten eigenen KANUHURA-LOUNGE und wurde während der ½-stündigen Wartezeit auf das Wassertaxi mit kühlen, parfümierten Tüchern und Getränken versorgt. Da sind dann schon mal die ersten Urlaubsgefühle aufgekommen.

Der Flug mit dem Wasserflugzeug war ein echtes Erlebnis. Während des gesamten Fluges drückten wir unsere Nasen nur so an die Fensterscheiben und, hätte ich noch einen alten Fotoapparat gehabt, der Film wäre bereits während des Fluges ausgeschossen worden.


INSEL:
KANUHURA ist vergleichsweise neu, die Vegetation ist mittlerweile gut zugewachsen und wird rund um die Uhr von eifrigen Gärtnern hingebungsvoll gepflegt. Der Duft der blühenden Büsche begleitete einen überall auf der Insel. Da die Insel für Malediven-Verhältnisse recht groß ist, fährt man dort bei akuter Lauf-Fäule „per Anhalter“ auf Clubcars durch die Gegend.

Wir haben wirklich schon ganz viele tolle Sandstrände gesehen, aber die Insel hat DEN Traum-Sandstrand schlechthin. Automatisch wurden mir hier jeden Tag zu Strandläufern, sogen förmlich das Flair in uns hinein und sammelten super schöne Muscheln.

Das Ganze ist architektonisch auch sehr nett angelegt und mit viel Platz zwischen den Beachvillen.


UNTERKUNFT:
Wir hatten uns für eine Beachvilla entschieden. Jene, die wir bekamen, war auf der Ostseite (Nr. 124) gelegen und war von der Lage her wirklich perfekt.
Der Strand auf der Ostseite ist zwar relativ schmal, dafür hatten wir aber das Meer sozusagen direkt vor der Haustür (bei Flut konnten wir von unseren Liegen aus fast die Zehen ins Wasser stecken) und blickten morgens vom Bett auf den Sonnenaufgang und lauschten den Wellen...

Die Beachvilla war mit Top-Ausstattung, sehr stilvoll eingerichtet und geräumig. Ein großer Sony-Flat-TV, Stereo-Anlage mit CD-Spieler (wo hat man das schon?), großes Himmelbett und ausreichend Stauraum für das Gepäck. Dazu Minibar, Wasserkocher, Tee und Kaffee und täglich frisches Obst und Wasser, letzteres in eigenen KANUHURA-Glasflaschen.
Vor allem aber das offene Badezimmer war einfach traumhaft. Unter freiem Himmel zu duschen und zu baden, das hat schon was!


SERVICE:
Das Service war einem “Leading Small Hotels of the World” angemessen. Ausnahmslos alle Angestellten waren sehr freund¬lich und bemüht.


BARFUSSLAUFEN:
Auf Kanuhura kann man, wenn man will, 14 Tage die Schuhe in den Schrank stellen. Es war möglich zu allen Mahlzeiten (bis auf das Abendessen) barfuß zu gehen. Auf den Holz¬planken rund um den Pool und auf den Stegen konnte man mittags problemlos Spiegeleier braten, hier sind ein paar Badeschuhe dann ganz angenehm.


PUBLIKUM:
Angenehmerweise sehr international: wenig Österreicher, einige Deutsche, daneben Schweizer, Briten, Franzosen, Italiener, US-Amerikaner, Araber, Japaner. Keine Singles und kaum Familien.
Man kann sagen, der Preis bestimmt die Gäste.
Die Insel ist nichts zum legeren herumlungern, auch nicht für Liebhaber von Halli Galli, sie ist einfach nur zum entspannten Ausruhen.


RESTAURANT/ESSEN:
3 Restaurants, das Hauptrestaurant THIN-RAH, das OLIVE-TREE (mit einem offenen Holzofen und einem Pizza-Corner offeriert traditionelle Speisen aus dem Mittelmeerraum sowie eine Reihe von hervorragenden Weinen aus der ganzen Welt) und direkt am Pool das VELI-CAFE (überwiegend Seafood).
Gerade im Veli-Cafe (gleich neben unserer Beachvilla speist man abends dort sehr romantisch direkt am Strand, vorweg ein Aperitif mit malerischem Sonnenuntergang). Mittags kann man auch Snacks, Pizzas, Pasta, Sa¬late, Sandwiches in der HANDHUVARU-Bar zu sich nehmen, alles sehr gut zubereitet, aber sehr teuer (ich hatte vorher noch nie eine kleine Pizza für 20 $ gegessen...).
Das Essen im Hauptrestaurant, trotz Themenbuffet (zusätzlich gab es Menüwahl), war sehr gut.
Es gab „offene Kochecken“, wo man eine ganz neue Speiseerfahrung machen konnten, während wir Meisterköchen bei der Arbeit zusahen.
Wir probierten die besten internationalen Köstlichkeiten aus der japanischen, chinesischen, thailändischen, indischen, indonesischen, malaysischen, nahöstlichen und kontinentalen Küche. Die verlockenden Speisen umfassten Fisch, Meeresfrüchte und regionale Spezialitäten, Sushi und Sashimi, exotische Salate, …. eine Riesenauswahl eben, sowohl beim Frühstück, als auch beim Abendessen und alles auch mit dem Auge zubereitet.

Wer gerne mochte konnte aber auch sein Lunch auf der kleinen Nachbarinsel Januhura einnehmen, das mittels Shuttle erreichbar war.

Für Weinliebhaber gab es ein paar Meter unter der Erde (eigentlich unter dem Sand) den größten Weinkeller der Malediven (wir entdeckten zu unserer Überraschung auch einen THOMAS MUSTER WEIN!)


SPA:
Im großzügig gestalteten Spa konnten wir entspannen und neue Kräfte sammeln. Der Schwerpunkt des umfangreichen Angebotes lag auf maledivischen Massagen und Ayurveda-Anwendungen.


POOL:
Der Süsswasser-Pool ist sehr schön gelegen. Genossen haben wir speziell die 4 Whirlpool-Liegen zum Durchrütteln. Einige Gäste lagen am Pool, viele aber vor ihren Villen am Strand.


FAUNA UND FLORA:
Dank vieler Geckos und allabendlicher Insektenvernichtungsmittel-Sprühaktion gab es kaum Insekten und auch keine Sandfliegen. Einige große Flughunde sowie haufenweise lautkreischender rabenähnlicher Vögel, die vor allem am Hauptrestaurant rundherum in den Büschen saßen und nur auf eine Gelegenheit warteten, Croissants von den Tischen wegzuschleppen.
Und dann war da noch der Reiher, der immer sehr fotogen in der Gegend herumstand und auf Essbares wartete.

Zum Schnorcheln an den Korallenblöcken rund um die Insel war es ganz gut. Man hatte tolles Licht unter Wasser, eine super Sicht und relativ wenig Strömung. Neben jeder Menge bunter Fischen (deren Namen ich allabendlich im Riff-Führer versuchte herauszufinden) konnte ich kleine Napoleon, mehrere Haie und einige Schildkröten mit meiner Unterwasserkamera fotografieren.
Auch bekam ich eine ungefähre Ahnung davon,wie wunderschön die Korallen mal gewesen sein müssen. Am abendlich beleuchteten Steg konnte man sogar Rotfeuerfische, kleinere Rochen und Blue Parrots sichten.


AUSFLÜGE:
Von den zahlreichen Ausflügen hatten wir nur das Sunset-Fishing gebucht. Wir waren überrascht wieviele Red Snapper, Parrots und Jacks wir mit einfachen Angelschnüren für das Abendessen rausholten.


FAZIT:
Es war in jeder Hinsicht ein Traumurlaub!

Wenn wir zuhause gefragt werden: „Was macht man denn auf so einer Insel den ganzen Tag???“ – dann lächeln wir milde und antworten: „Na ja, entspannen, die traumhafte Inselatmosphäre genießen, schwimmen, schnorcheln, in Ruhe (!) frühstücken, und zwar mit den Füßen im Sand, um die Insel spazieren und dabei kaum mal einen Menschen sehen, unter maledivischem Sternenhimmel zu Abend essen (Meeresrauschen inklusive) und so weiter und so fort. Aber diese unglaublich schöne Atmosphäre auf einer Malediveninsel kann man kaum mit Worten beschreiben. Nirgends eine Spur von Hektik, alles total entspannt, die Luft so warm und weich und voller Düfte, ein Sternenhimmel wie sonst nirgendwo ... einfach traumhaft.

Man muss es einfach selbst erleben.

Silvana & Rainer Aichinger