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KIA ORA! AOTEAROA! „Willkommen in Neuseeland dem Land der langen weißen Wolke!“

Das wohl am weitesten entfernte Reiseziel von Österreich aus ist gar nicht so exotisch, wie es vielleicht erscheinen mag.
Ja, es ist eine ziemlich lange und anstrengende Anreise, aber das Ziel ist jede Anstrengung wert!!!
Es geht sehr britisch zu auf Neuseeland.
Nur die Maoris haben einen exotischen, polynesischen Einfluss auf das kulturelle Leben des Inselstaates.
Aber für uns, wie auch für die meisten Besucher, ist die atemberaubende, vielseitige Landschaft, eine fantastische Tierwelt und ein angenehmes Klima der Grund des Besuchs.

Man bekommt hier einen „QUERSCHNITT DER GANZEN WELT!“
Würde man vergleichbare Ziele in Europa aufsuchen, müsste man schon einige tausend Kilometer fahren.
Auf der Nordinsel gibt es Geysire und Vulkane wie auf Island, „schottische“ Highlands und kilometerlange Strände wie in Spanien.
Auf der Südinsel findet man Bergketten und Gletscher wie bei uns, aber auch Fjorde, glasklare Seen, Flüsse und Bäche und Regenwälder, die weltweit nicht vergleichbar sind.

Nebenbei ist Neuseeland ein großartiger Platz zum Entspannen und Auftanken.

Auch waren wir begeistert von der neuseeländische Gesellschaft, die sehr vielfältig, kultiviert und multikulturell ist. Die Ehrlichkeit, Freundlichkeit und Offenheit der Kiwis hat uns beeindruckt.


ANKUNFT
Trotzdessen dass wir nach dem langen Flug nicht ausgeschlafen waren und uns erst an den neuen Tagesrhythmus gewöhnen mussten (Neuseeland ist uns 11 Stunden voraus), setzten wir uns sofort in unseren MAUI-CAMPER und starteten unsere 3-wöchige Rundreise.

Unser „Fahrendes Hotel", mit einer gemütlichen und praktischen Ausstattung, gab uns das Gefühl von Freiheit. Wir nahmen es sofort in Besitz.
Noch im Halbschlaf, nach dem langen Flug, wäre ich schon beinahe auf der falschen Seite eingestiegen. Das mit dem Linksverkehr hatte so seine Tücken.
Bei den ersten 5 mal Blinken ging immer der Scheibenwischer an und die Schaltung auf der linken Seite hat es auch in sich. Dabei soll man auch noch den Verkehr von der anderen Seite im Auge behalten.
Zwar fuhr ich den ersten Kreisverkehr in die falsche Richtung, nach einigen Kilometern aber war die Skepsis dann wie weggeblasen.

Den ersten Halt machten wir gleich nach ein paar hundert Metern beim Supermarkt, welcher sogar rund um die Uhr geöffnet hatte und starteten einmal einen Lebensmittel-Großeinkauf.
Als dieser im Kühlschrank und anderen Wandschränken im Camper verstaut war, ging es dann endlich auf die „Piste".


AUCKLAND
Auckland ist das Zentrum von Handel und Industrie und es ist die lebendigste, multikulturellste, aber auch hektischste Stadt Neuseelands.
Das Umland der Stadt wird beeinflusst durch ehemalige Vulkane, die beiden Häfen, vielen Buchten, Stränden und Inseln.
Die Vulkanberge und -hügel beherbergten früher die befestigten Dörfer (Pas) der Maori - heute hat man von dort großartige Aussichten über die Stadt.
Die Stadt ist ein Paradies für Wasserfreunde. Schwimmen, Tauchen, Fischen, Segeln, Windsurfen und all die anderen Wassersportarten lassen sich hier besser ausüben, als an vielen anderen Plätzen im ganzen Land. Auckland wird auch die „Stadt der Segel“ genannt, denn nirgendwo sonst auf der Welt gibt es pro Kopf mehr Boote als hier. Außerdem ist Neuseeland DIE Segelnation und hat einige Siege beim berühmten AMERICA`S CUP bereits gewonnen.



COROMANDEL HALBINSEL
Nach der Stadtbesichtigung machten wir uns nun auf den Weg zur COROMANDEL HALBINSEL.
Was uns als erstes auffiel war, dass im Vergleich zu uns der Verkehr noch sehr gemütlich war und kaum Fahrzeuge unterwegs waren.
Die vielen Kreisverkehre und die Ausweichspuren bei kleineren Steigungen machten sich extrem positiv bemerkbar (Unsereiner könnte sich davon ein Beispiel nehmen und die unnötigen Staus durch einfache Maßnahmen deutlich reduzieren).

Leider war das Wetter so richtig schlecht! Es regnete fast den ganzen Tag in Strömen und so blieb uns die wahre Schönheit der Halbinsel durch die dicken grauen Regenschwaden meist verborgen.
So fuhren wir noch weiter bis zur Stadt COROMANDEL, vorbei an tausenden Schafen und machten dort einen kurzen Einkaufsbummel.

Am nächsten Morgen ging es entlang der Küste weiter zu unserem nächsten geplanten Halt, TE PUKE.
Hier befindet sich die weltgrößte Kiwi-Plantage und auch wir wollten uns einmal ansehen, wie diese leckeren Früchte eigentlich wachsen. Im angeschlossenen Souvenirshop, wo man die sonderbarsten Dinge und Kreationen aus Kiwi finden kann, tranken wir dann noch einen Kaffee und naschten, na was wohl, natürlich Kiwi-Kuchen. Das war echt lecker.

Am Nachmittag hatten wir uns einen Besuch im AGRODOME vorgenommen. Das ist eine riesige Farm, ein paar Kilometer außerhalb von Roturua, wo sich alles ums Schaf dreht.
Wenn auch ziemlich touristisch angehaucht, so ist die, mehrmals täglich stattfindende Tier-Show, doch eine gute Gelegenheit eine Menge über die Schafzucht und das Leben der Farmer in Neuseeland zu erfahren.
In einer großen Halle werden, auf einer Art Showbühne, über 20 Schafrassen vorgeführt (uns war bis dahin nicht mal bewusst, dass es überhaupt so viele gibt ...). Dann ging es weiter mit dem Scheren eines der Tiere und draußen auf der Weide sah man, wie die Hunde auf die verschiedensten Pfiffe der Schäfer reagieren und so die Herde zusammentreiben.

ROTURUA
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Vulkane und Geysire. ROTURUA ist nämlich das Zentrum der geothermischen Aktivitäten, aber auch der Maori-Kultur auf Neuseeland.
Wenn man nach Rotorua kommt, wird man sofort merken, dass der Ort etwas Besonderes ist.
Mit den Dampfschwaden, die sich immer wieder ihren Weg nach oben bahnen und in Parks, auf Pfaden und Straßen aus der Erde hochsteigen, und dem charakteristischen Schwefelgeruch, der durch die heißen geothermalen Gegenden weht, heißt Rotorua jeden Gast eindrucksvolle Weise willkommen.
Speziell das WAIOTAPU THERMAL WONDERLAND, welches ca. 30 km südlich von Roturua liegt, muss man unbedingt besucht. Man fühlt sich hier wirklich wie in einer Märchenwelt.
Die Farbenpracht der einzelnen Pools war einmalig und in Worten nicht auszudrücken, besonders die unbeschreiblichen Farben der Kieselerde-Terrassen und gleich daneben der von rotem, rostigen Stein umsäumte CHAMPAGNE POOL.
Ein See mit etwa 60 Meter Durchmesser machte seinem Namen wirklich Ehre, den die Farbe war ein leicht gelbliches Grün.
Die laufend aus der Tiefe aufsteigenden Blasen und das dadurch entstehende perlende Geräusch war fast wie das Original. Der vom leichten Wind fortgetriebene Dampf setzte dem Ganzen noch die Krone auf. Wir kamen uns vor wie in einem „Hexenkessel“ und dieses Gefühl wurde durch den starken Schwefelgeruch noch verstärkt.

Die ganze Gegend beherbergt außerdem noch den LADY GNOX GYSIR, diverse MUD POOLS, Wasserfälle und auch kleine Kalkterrassen, wie im „Land vor unserer Zeit“.
Danach ging es zum VULCANIC VALLEY. Der Eingang befindet sich oberhalb des Tals und man geht durch einen mit Farnen dicht bewachsenen Wald an brodelnden Seen und dampfenden Bächen vorbei auf einen See zu, der vor dem erloschenen Vulkan MT. TARAWERA liegt.

Die dritte und letzte Station ist das MAORI-VILLAGE. Niemand darf das Dorf betreten, bevor das offizielle Begrüßungszeremoniell beendet ist. Der Gastgeber zelebriert eine Friedenszeremonie. Der Krieger zeigt gebräuchliche Gesten und bestimmte Bewegungen mit seiner Waffe bis unser Oberhaupt das Friedenssymbol von Vertreter des Gaststammes entgegen genommen hat. Der Begrüßungsruf ertönte und anschließend durften wir das Dorf betreten. Der "Hangi" wird aus seinem Erdofen herausgenommen, in dem es für ca. vier Stunden auf heißen Steinen in der Erde gegart hat.

Am Abend gingen wir in eine alte Badeanstalt, dem Polynesien Spa. Es war herrlich in einem Spa (heißes Becken) zu sitzen, den Himmel über sich zu haben, und den Mond hell scheinen zu sehen.
Nach 10 Minuten wurde es jedoch viel zu warm und wir kühlten unsere dampfenden Körper an der jetzt sehr angenehmen Luft wieder ab, bevor wir uns wieder in den nächsten Pool setzten. Ich erinnere mich noch sehr gut dass wir in der darauffolgenden Nacht hervorragend geschlafen hatten.

LAKE TAUPO
Weiter ging die Fahrt zu den südlich gelegenen HUKA FALLS, vorbei am riesigen See Lake TAUPO und weiter zum TONGARIRO NATIONALPARK und genossen die fantastischen wechselnden Landschaften.
Hier gibt es mehrere noch aktive Vulkane. Der MOUNT NGAURUHOE (2290 m) ist einer der aktivsten und stößt fast immer bedrohlich dampfend Gas in den Himmel.

Der benachbarte MOUNT RUHAPEHU (2796 m) ist der höchste Berg der Nordinsel und beherrschender Mittelpunkt des Nationalparks. Wir fuhren eine gut ausgebauten Straße hinauf auf ein Hochplateau, wo es außer braunem Gras, nackter Erde und verkrüppelten Büschen meilenweit nichts gab bis zu einem riesigen Skigebiet und machten Halt beim CHATEAU TONGARIRO.

Hier unternahmen wir eine kleine Wanderung rund um den 9-Loch Golfplatz und wärmten uns hinterher mit einem Kaffee wieder etwas auf, denn hier oben war es ziemlich frisch. Als wir am nächsten Morgen aufwachten mussten wir uns von dem in der Nacht gefallenen Schnee erst befreien.

WELLINGTON/PICTON
Wellington ist die südlichste Hauptstadt der Welt, sie wird auch „Windy-City“ genannt. Als wir ankamen war es gerade nicht so windig, dafür sonnig und warm.
Ideales Wetter also für den Weg nach Downtown, wo wir die beiden Regierungsgebäude besuchten. Das wabenförmige Moderne, das aussieht wie ein Bienenstock, und das Alte. Danach fuhren wir mit der „CABLE CAR“' auf den Berg hoch, wo wir einen tollen Überblick über Wellington hatten und den letzten Tag auf der Südinsel genossen.

Danach fuhren wir mit unserem Camper an Bord einer riesigen Fähre und setzten, in einer gut 3-stündigen Fahrt durch die COOK STRAIT und die MARLBOROUGH SOUNDS, über.

Es war nicht einfach ein windstilles Plätzchen auf Deck zu finden um die Naturschönheiten bei der Überfahrt zu genießen. Vorbei an hunderten von Inseln bis zum kleinen, verschlafen wirkende Städtchen PICTON auf der Südinsel. Das Landschaftsbild der Südinsel wird zu über zwei Dritteln von den „Süd-Alpen" geprägt. Man findet hier den höchsten Berg des Landes, Gletscher, Fjorde und sanfte Hochebenen, aber auch ein wahres „Eldorado" für Naturliebhaber und Abenteurer.

Weiter ging es dann in den ABEL TASMAN NATIONALPARK, wo wir uns vorgenommen hatten unbedingt 1-2 ausgedehnte Wanderungen in den tiefgrünen Farnwälder zu unternehmen.
Jeder, den wir über Neuseeland vorher befragten, hatte so von diesem Park geschwärmt. Neben den Pinguinkolonien lungerten ein paar Seelöwen herum, im Hintergrund die schneebedeckten Berge. Einfach Kitsch pur.

Das rauhe Klima an der Westküste machte uns ein wenig zu schaffen.
Die must-have`s, wie die PANCAKE ROCKS sehen aus wie übereinander gestapelte Pfannkuchen), das BLOWHOLE (ein Loch, bei dem das Wasser hochspritzt, wenn der Wasserstand ((Ebbe/Flut)) genau richtig ist), ließen wir uns aber nicht entgehen.

FRANZ JOSEF GLETSCHER
Nach Greymouth ging es auf einer doch etwas mühevollen Fahrt auf dem State Highway 6 weiter entlang der Westküste.
Die Überquerung einiger Flüsse hatte schon etwas besonderes, denn die Brücken sind alle einspurig und es kam vor, dass man sich diese auch noch mit der Eisenbahn teilen musste.
Nach zig Kilometern erwartete uns der nächste Höhepunkt, der FRANZ JOSEF GLETSCHER, wo wir uns wirklich wie zu Hause fühlten. Diese Gletscherzunge erstreckt sich hoch vom Gipfel des MT. COOK, gut 13 km lang, bis fast zur Westküste.
Einzig das trübe Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung, denn an einen Helikopter-Rundflug war nicht zu denken.
Wir entschieden uns daher diesen von der Ostseite zu machen, in der Hoffnung auf bessere Wetterbedingungen.
So machten wir unser obligatorisches Foto und vertrieben uns die Zeit mit dem Füttern der zutraulichen KEA-Papageien.

Weiter ging es dann über den HAAST PASS, entlang des tiefblauen Gletschersees LAKE WANAKA, der, von Bergen umsäumt, ruhig unter uns lag.


QUEENSTOWN
BUNGY JUMPING ist das Neuseeländischste von alledem was man in diesem Land an Fun machen kann. Es wurde hier erfunden.
Gleich nach unserer Ankunft fuhren wir zur AJ HACKETT BUNGY-Station um selbst einmal zumindest einen Blick von der KAWARAU BRIDGE zu wagen und der war überwältigend.

QUEENSTOWN auf der Südinsel ist zweifellos die Metropole der Verrückten, der Abenteuerspielplatz der Nation - Neuseelands bedeutendste Produktionsstätte von Adrenalin! Etwa 7500 Einwohner zählt das Städtchen, hübsch gelegen am Ufer des LAKE WAKATIPU.

Hier befindet sich auch ein bedeutendes Wintersportgebiet und wohl deshalb wird Queenstown auch gerne das "St. Moritz der Süd-Alpen" genannt.

Doch in Richtung der Remarkables-Berge ist die Luft erfüllt vom Geknatter startender Helikopter, vom Dröhnen der JET-BOATS auf dem SHOTOVER-RIVER, vom Herzklopfen der Fun-Sportler. Queenstown, das ist Skysurfen und Heli-Skiing, ist Fallschirmspringen und River-Rafting mit rauhen Passagen wie "Sharks Fin" oder "Pinball", in denen schon mancher Mitfahrer über Bord gegangen und nie wieder aufgetaucht sein soll; Heli-Bungy, Fallschirm- und Drachenflüge, Gletscherwanderungen, Swoop und Zorbing konnte man ebenfalls ausprobieren.

Wir entschieden uns neben einer Tour mit dem Jet-Boat auf eine weniger abenteuerliche Seilbahnfahrt hinauf zum BOB´S PEAK.
Von da oben hatten wir eine traumhafte Aussicht über die Stadt und die wunderschöne Landschaft, die uns an Zell am See erinnerte.

TE ANAU / MILFORD SOUND
Unser nächstes Ziel war der FJORDLAND-Nationalpark, der mit einer Fläche von über 12000 km2, Neuseelands größter Nationalpark ist.

Dass diese Landschaft nahezu unberührt geblieben ist, verdankt sie ihrer Unzugänglichkeit. Neben urtümlichen Gebirgsstöcken mit riesigen uralten Wäldern, Baumfarnen und Moosen besteht der Rest des Nationalparks aus Wasser. Das Meer, riesige Seen, glasklare Flüsse und Bäche und unzählige, bis zu 600 m hohe, Wasserfälle inmitten eines riesigen Gebirges machen die wilde Schönheit dieser Landschaft aus.

Einer der wenigen, gut zugänglichen, Teile des Nationalparks ist der MILFORD SOUND.
Wir erreichten ihn, nach einer Fahrt über zum Teil abenteuerliche Wege, gegen Mittag.
Hier starteten wir zu einer 2-stündigen, atemberaubenden Bootsfahrt durch den ca. 16 km langen Fjord.

Die grün bewachsenen Felswände ragten hier teilweise kerzengerade bis zu 1200 m aus dem Wasser (der MITRE PEAK sogar 1694 m) und die tiefhängenden Wolken gaben der Landschaft einen fast mystischen Charakter.
Wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter, denn durchschnittlich fallen hier 6000 mm Niederschlag pro Jahr. Am Nachmittag fuhren wir wieder zurück nach TE ANAU und übernachteten dort auf dem Campingplatz am See.
Danach ging unsere Fahrt mit dem Maui-Camper nach DUNEDIN, der viertgrößten Stadt des Landes und Hauptstadt der Provinz OTAGO.

Die Stadt sollte, lt. Reiseführer, die „Schottischste Stadt außerhalb Schottlands" sein, und sie war es auch.
Wir besuchten danach die berühmten MOERAKI BOULDERS.
Diese merkwürdigen Steinkugeln, die hier verstreut am Strand liegen, bestehen aus Kalksalzen, sind bis zu 20 Tonnen schwer und ca. 60 Millionen Jahre alt.

Weiter ging die Fahrt zur OTAGO-HALBINSEL. An deren Nordspitze, dem TAIAROA HEADS, befindet sich die weltweit einzige Festlandkolonie von KÖNIGS-ALBATROSSEN.
Sie haben durchschnittlich eine Spannweite von 3 m und sind dadurch hervorragende Segler. Von einem geschützten Aussichtsstand aus konnten wir die Tiere gut beobachten.

Was für ein Morgen, blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Türkisblau, spiegelglatt und eingerahmt von braunen Bergen, so lag der LAKE TEKAPO da vor uns in der Morgensonne.

Ein traumhaftes Panorama.

Alleine der Weg dorthin war gesäumt von einem Farbenmeer an Lupinien am Strassenrand.
Dahinter türmte sich unser nächstes Highlight auf, der MT.COOK.
Nachdem wir den Vormittag am See verbracht hatten, starteten wir mittags zum verschobenen Helikopter-Rundflug über die Südalpen.
Dabei hatten wir wunderschöne Ausblicke über den See, den schneebedeckten Gipfel des MT. COOK (3754 m) und konnten auch den TASMAN-, den FOX- und den FRANZ JOSEPH GLETSCHER sehen, die sich kilometerlang bis tief hinunter ins Tal.

Eine Zwischenlandung am Gletscher selbst blieb uns bis dato unvergesslich. Obwohl uns das Naturpanorama ja nicht neu war, bekamen wir Gänsehaut ob der gewaltigen Eindrücke.

Noch ganz aufgegeilt aufgrund der Farbkontraste fanden wir in der CHURCH OF THE GOOD SHEPHERD am LAKE PUKAKI einen wirklich besinnlichen Platz um den Abend ausklingen zu lassen.

KAIKOURA
Bevor wir in Christchurch von Neuseeland Abschied nehmen mussten machten wir noch einen Abstecher nach KAIKOURA. Nicht viel mehr als ein kleines Fischerstädtchen auf einer Halbinsel, doch mittlerweile ist es zu einem „Muss" für jeden Neuseeland-Besucher geworden.
Warum? Weil hier das Meer schon kurz hinter dem Hafenbecken ziemlich tief (über 2000 m) abfällt und weil sich deswegen POTT- und BUCKELWALE hier sehr wohl fühlen.
Natürlich wollten auch wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, uns diese Giganten mal aus der Nähe anzusehen.
Gegen Mittag fuhren wir also mit einem kleinen Boot vor der Küste von KAIKOURA hin und her. Unser Skipper senkte ab und zu ein Mikrofon ins Wasser, um die Laute der Wale zu hören und so zu orten, wo sie sich aufhielten.
Nach einer knappen Stunde hatten wir dann auch den ersten Erfolg.
Mehrere riesige Pottwale kamen an die Oberfläche und hielten sich dicht bei unserem Boot auf, bevor sie mit dem obligatorischen Winken der Flosse wieder abtauchten. Und ihnen sollten noch einige weitere folgen.

Es war wirklich sehr beeindruckend diese riesigen, urtümlichen Tiere so nah in ihrem Lebensraum zu beobachten.



CHRISTCHURCH
Christchurch ist die größte Stadt der Südinsel.
Zudem ist es auch die englischste Stadt, d.h. viele Gebäude sehen hier sehr britisch aus.
Das bekannteste ist wohl die Christchurch Cathedral, eine Kirche halt. Wir besuchten noch den innerstädtischen Park und genossen eine kleine Bootsfahrt, mehr war zeitlich nicht mehr drinnen.

Camper entladen, einpacken für den Weiterflug nach Melbourne und Abschied nehmen, war die Devise.

Waren die drei Wochen wirklich schon vorbei???
Sie waren eigentlich viel zu kurz und wir konnten die Schönheit dieses Landes nur im "Schnelldurchlauf" bewundern.
Aber einstimmig beschworen wir in naher Zukunft wieder nach Neuseeland zu kommen.

Seitdem träumen wir oft von den schönsten Schafen der Welt, von saftig grünen Hügeln, von Segelbooten, von den Walen, von den Geysiren, von den warmen Bädern, von den Maoris, von den vielen Wasserfällen, vom Skifahren, von den Kiwis, von .................................