reisebericht OMAN

Wir wollten uns selbst von der Legende am Golf, den stolzen Menschen und speziellen Landschaften hinter diesen Legenden ein Bild machen.


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ES WAR EINMAL ….

…. Sindbad der Seefahrer, die Heiligen Drei Könige oder die Weihrauchstrasse – die ereignisreiche Vergangenheit des Omans ist längst zum Allgemeinwissen geworden. Wir wollten uns selbst von der Legende am Golf, den stolzen Menschen und speziellen Landschaften hinter diesen Legenden ein Bild machen.

Unter dem Motto „Es gibt immer noch Orte, an denen man sein eigenes, kleines Paradies entdecken kann“ wollten wir ein wenig hinter diesen Legenden und Geheimnissen blicken, die aber noch immer gut behütet sind und die es zu entdecken gibt. Die Spuren der 5000-jährigen Seehandelstradition sind im Oman allgegenwertig.
Die beindruckenden archäologischen Zeugnisse sind Weltkulturerbe der UNESCO.Das Land selbst bietet ein Fülle von einmaligen und atemberaubenden Attraktionen, von grandiosen Bergen und endlosen Wüsten bis hin zu traumhaften Stränden, beeindruckenden Wadis und einer Hauptstadt, in der es an jeder Ecke Geschichten zu entdecken gibt. Oman bedeutet aber auch Farben sehen, Wohlgerüche atmen, Horizonte erahnen, extreme Kontraste physisch erleben und sich in endlosen Weiten zu verlieren.

Wir haben den Oman sicher als eines der freundlichsten, abwechslungsreichsten und interessantesten Länder in der arabischen Welt kennengelernt wo die Authentizität und Kultur erfolgreich bewahrt wird….

…. es war der erste Besuch und sicher nicht der letze, wir kommen bald wieder.

 

WIE IM MÄRCHEN

Der Oman ist für den Fremdenverkehr ein behutsam geöffnetes Reiseziel. Massentourismus ist hier nicht erwünscht. Die Planungen gehen in Richtung „qualitativ hochwertiges Reisen“ - und berücksichtigt sehr stark Umweltschutzaspekte, von denen wir uns auch überzeugen konnten. Die meisten Unterkünfte befinden sich im Großraum MUSCAT, der Bergregion Nordomans und der Enklave MUSANDAM sowie im Süden bei SALALAH. Aktuell liegt die Hotelkapazität nur bei 6000 Betten.

Wohnen wie ein Sultan im Märchenpalast oder in einem Beduinenzelt, alles ist hier möglich. Da es von Österreich aus noch keinen Direktflug gibt und der Anschlußflug speziell für unseren 4-jährigen Sohn um 03:00 morgens zu strapaziös war, machten wir zuerst 2 Tage Halt in Dubai und verlängerten die Wintersaison mit einem Besuch in der derzeit größten Skihalle der Welt (Bericht folgt getrennt). In Muscat angekommen überraschte uns einerseits die Freundlichkeit, Offenheit sowie eine große innere Ruhe der Einheimischen. Man hat das Gefühl daß man hier wirklich noch Gast ist.

Andererseits waren wir überrascht, besonders wenn man Dubai bereits kennt, von einem Oman dem alles Große und Laute fehlt.Aber gerade dies macht aus dem Oman ein außergewöhnliches Reiseziel, wo man sich auf sein Menschsein besinnt und die Hektik zu Hause lassen kann. Die Omanis sind stolz auf das, was sie in den letzten Jahren geschaffen haben. Sie leben heute in einem modernen Staat in Einklang mit ihren Traditionen.

HOTEL SHANGRI-LA BARR AL JISSAH

Von den wenigen Hotels haben wir uns, nachdem das Al Buston renoviert wird, das Shangri-La Barr Al Jissah Resort&Spa, in unmittelbarer Nähe von Muscat, ausgesucht. Auch deshalb, da dieses einmalige und exotische Luxusresort 3 verschiedene Hotels in drei historisch nachempfundenen Baustilen beherbergt. Das Resort ist an der exklusiven Barr al Jissah Bucht gelegen und fügt sich harmonisch zwischen einer spektakulären Bergkulisse und der weitläufigen, 600 Meter-Bucht in die Umgebung ein.

Das Hotel Al Waha, indem wir Quartier bezogen, wurde 2006 als komfortables Familienhotel innerhalb der Resortanlage eröffnet und bietet gemeinsam mit seinen Schwesterhotels eine ideale Urlaubsoase. Der große Swimmingpool bildet mit dem Pool des Al Bandar Hotels eine gigantische Poolanlage, die mit Wasserläufen verbunden und von einem schönen tropischen Garten umgeben ist. Stundenlang verbrachte unser Sohn mit uns täglich auf diesen 500 Meter langen Kanälen wo wir uns mit großen Ringos von einem Hotel zum anderen treiben ließen. Während unseres Aufenthaltes nutzten wir auch die Möglichkeit die beiden anderen Hotels, speziell aber das Al Husn zu besichtigen. Unsere Empfehlung für kulturell-inspirierte Badeferien de luxe und Wellness-Liebhaber. Ergänzt wird das Al Husn aktuell mit Bungalows, hauseigenem Pool und Butler-Service für VIP-Kunden.

 

RESTAURANTS

Das Essen war in den Spezialitätenrestaurants wirklich hervorragend. Innerhalb des Barr Al Jissah Resort & Spa bieten 19 Restaurants und Bars eine kulinarische Weltreise. Man kann Spezialitäten aus Südamerika, Italien, Spanien, Marokko und natürlich dem Oman genießen. Die Auswahl reicht vom legeren Familien-Restaurant bis hin zum eleganten Dinner. Am Strand ergänzt ein exzellentes Seafood-Restaurant das Angebot.
Ein Restaurant- und Barwechsel unter den Hotels ist möglich und auch empfehlenswert. Was wir immer sehr positiv empfinden und letztlich zu einer großen Erholung beiträgt, man kann alles unbeschwert essen und trinken. Auch Impfungen sind nicht notwendig, speziell wenn man Kinder hat ist dies ein Argument für bestimmte Destinationen.

KLIMA

Klimatisch bedingt war die trockene Hitze nach einem Tag Eingewöhnung kein Problem, eine leichte Seebriese am Strand tat das übrige zum Wohlbefinden. Trotz 34-38 Grad am Tag war es am Abend angenehm um 25 Grad warm.

ZIMMER

Die Zimmer sind sehr nett eingerichtet, das Bad zu lasten des Schlafzimmers für 3 Personen ein wenig zu klein.

WELLNESS

Neuartiges und exklusives Chi-Spa mit 18 Räumen. Sauna, Dampfbad, Whirlpool, Jacuzzi, Beautysalon.

 

NATURSCHUTZ

Wie mit Naturschutz umgegangen wird konnten wir uns selbst am Strand überzeugen. Denn direkt vor den Sonnenliegen waren kleine Bereiche von vielleicht 1,5 m2 eingezäunt. Bei näherer Betrachtung sahen wir daß Schildkröten ihre Eier abgelegt hatten. Wir konnten selbst am späten Abend Zeuge einer Eiablage werden, ein für uns sehr nachhaltiges Erlebnis (siehe Fotos in der Galerie).

SIGHTSEEING

Wir hatten uns einen Jeep gemietet und erkundeten auf eigene Faust das Umland. Positiv fällt einem da sofort die neue Infrastruktur im Straßenbau auf. Überraschend dabei ist daß die Strassen von Radaranlagen nur so „wimmeln“.

Muscat

Unbedingt empfehlenswert!

Muscat überrascht mit einem Mix aus arabischer bzw. orientalischer >Architektur. Obwohl es eine neue Stadt ist, umsichtig gebaut, in den letzten 30 Jahren wohlgemerkt, gibt es keine Hochhäuser wie in anderen Großstädten. Wer das bunte orientalische Treiben sucht ist im alten Stadtteil MUTAH richtig. Den Souq, erfüllt vom Duft nach Gewürzen und Weihrauch, bunten Stoffen und edelsten Tücher, Schmuck, … , den Obst- und Fischmarkt darf man sich nicht entgehen lassen. Als Souvenirs sind die bestickten Kappen der Männer, ein omanischer Krummdolch aus Silber, Weihrauch und bunte, edle Tücher zu empfehlen.

Speziell Kaschmirschals sind TOP!!!

Aber auch den historische Stadtteil in einer kleinen Felsenbucht mit dem neuen Verwaltungszentrum, heute Sitz des Sultans, der hier auch einen farbeprächtigen Palast errichtet hat und die beiden portugisischen Festungen soll man sich nicht entgehen lassen.

Hinterland

Unsere Tagesreise mit unserem Geländewagen planten wir ins westliche HAJAR-Gebirge. Da die Anreise dorthin doch ziemliche Kilometer verschlingt empfiehlt sich ein früher Start oder eine Nächtigung in NIZWA. Obwohl, wie bereits erwähnt, die Straßen hervorragend ausgebaut sind, macht es Sinn einen Geländewagen zu benutzen will man ein wenig tiefer in die unberühte Natur eindringen. Unser Weg führte uns zuerst in das historische Dorf Tanuf nach Jabrin. Das Fort von Jabrin, erbaut im späten 17 Jahrhundert, gehört zu den schönsten Bauwerken im ganzen Land und präsentiert neben den wunderschönen Deckenmalereien viele weitere Einblicke in die Historie des Oman. Dann ging es weiter zur alten Hauptstadt Nizwa, einst blühendes Zentrum von Religion, Philosophie, Kunst und Handel.

Leider kamen wir zum Viehmarkt zu spät, ist aber unbedingt eine Empfehlung wert. Detto das berühmte runde Turm-Fort aus dem 17 Jahrhundert. Dem Souq stattet wir ebenfalls einen Besuch ab wo wir uns einige „Khanjars", die berühmten handgefertigten Krummdolche aus Silber, als Souvenirs leisteten.

Danach fuhren wir weiter zur Festung von Bahla, eines der prächtigsten Forts des Sultans, erbaut aus Lehm, ist (UNESCO Weltkulturgut, wird gerade restauriert). Bei der Rückfahrt wollten wir noch ins Wadi ….., konnten aber leider die Abzweigung nicht finden. Daher entschlossen wir uns stattdessen ins Jebel Akhdar-Gebirge nach Birkat al Mauz raufzufahren. Die neugebaute Straße auf den “Grünen Berg” ist eine Meisterleistung der Ingenieurskunst. Verrückt schien uns nur daß die 40 km lange Bergstraße zu 100% beleuchtet ist!
ACHTUNG: Trotz Asphaltstraße sind nur Allradgetriebene Fahrzeuge erlaubt!

In 2000 Meter Höhe angekommen besuchten wir Al Ayn, ein extrem süßes, enges Dorf (sogar die Dorfstraße ist überbaut). Drum herum Terrassenfelder mit Bewässerungskanälen und atemberaubende Ausblicke in die steile, trockene Felslandschaft. Im Zuge eines kleinen Dorfrundgangs entdeckten wir kleine Rosenplantagen. Von dem einzigartigem Rosenblütenduft konnten wir uns gar nicht mehr trennen.

Diese in der Welt einzigartigen Rosenblüten werden nämlich für das teuerste Parfum „AMOUAGE“, dem flüssigen Schatz des Sultans von Oman, verwendet.

„Viele Fotos von der Reise finden Sie in unserer Galerie“.

 

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